04 März 2008

Customshow Ried 22./23.2.2008

Eine Customshow ist ein willkommener Einstieg in die neue Rollersaison. Auch wenn Ried in Oberösterreich nicht gerade in nachbarschaftlicher Nähe zur Zentralschweiz liegt, lohnt sich eine mehrstündige Fahrt dorthin: nette, alte Bekannte, gutes österreichisches Essen und div. Umbauten und Raritäten, die das Auge erfreuen.
Witschi und ich fuhren am Freitagnachmittag los, um in geselliger Runde ein Feierabendbier zu geniessen. Die Reise verlief unspektakulär, und zu vorgerückter Stunde betraten wir den „Rieder Wirt“, um dort mit den Jungs der „Landsberger Tafelrunde“, Wolfi, dem Präsidenten des Lambretta Club Austria, und einigen neuen Bekannten auf ein gelungenes Wochenende anzustossen.
Die Rieder Clique veranstaltete unter der Leitung von Stoffi nach einer einjährigen Pause auf der Rieder Messe eine weitere Customshow. Die Halle war zweistöckig und grosszügig bemessen.
Im Parterre fanden die Händler genügend Raum vor, um Ersatzteile, Occ.-Fahrzeuge und allerhand Klimbim feilzuhalten. Auch wir hatten einen Tisch gemietet, um Witschis Button Collection der Neuzeit und meine Pins aus längst vergangenen Tagen anzubieten. Früher waren meine Pins und Schlüsselanhänger ein Garant dafür, dass ein Treffen ein nicht allzu grosses Loch in meine Finanzen riss. Dann interessierte sich jahrelang niemand mehr für die altmodischen Pins, und in Ried bahnte sich gar ein Revival an. Immer wieder beugten sich begeisterte Kunden über meine Biermatte, und waren entzückt darüber, in welchen Formen und Farben man das Lambretta und Piaggio Logo erwerben konnte.
Neben dem Einkassieren ergaben sich neue Bekanntschaften und altbekannte Gesichter, die man jahrelang nicht mehr gesehen hatte, gaben sich mit leichten Falten zu erkennen.


"Lucky Strike" Lambretta Streetracer

In der Halle über uns fand die eigentliche Ausstellung statt. Und es war eine äusserst gediegene Präsentation unterschiedlichster Roller. Gedämpftes Licht, Postamente, auf denen man die Fahrzeuge bewundern konnte und Bewegungsfreiheit, um um die Roller zu schlendern trugen dazu bei, dass man sich eher in einem Museum wähnte als an einer Zweiradausstellung.


Lohner mit Seitenwagen

Dieses Jahr hatte man sich zum Ziel gesetzt den in Österreich produzierten Nachkriegsrollern zu huldigen. Und was man da zu sehen bekam, war wirklich erstaunlich: unbekannte Namen, verschwenderische oder spartanische Blechverkleidungen und allerhand abstruse Technik gaben sich die Ehre. Die paar wenigen Customroller nahm man fast nicht wahr. Der Saal gehörte fest Österreichs vergangenen Rollern aus den Fünfzigerjahren.


Österreichischer Roller

Die Siegerehrung wurde von Stoffi mit allerhand Prominenz aus der Rollerwelt vorgenommen. Er lieferte den Beweis dafür, dass man auch scheussliche und klobige Pokale äussert sympathisch verteilen kann. Ein richtiger Österreicher eben!
Die einen zog es an die Bar vor der Halle, die anderen liessen sich für Fussball begeistern, und erlebten ein siegreiches Heimspiel des SV Ried, und wir machten uns zum „Platzlwirt“ auf. Der war geschlossen, und mit einigen neuen Freunden des VC Flachgau gingen wir zum Italiener! Obwohl die Pizza absolut lecker war, war das wohl meine grösste persönliche Enttäuschung.
Frisch gestärkt ging’s zurück zu einer weiteren Halle auf dem Messegelände in welcher der Niter stattfand. Wir unterhielten uns bestens und tranken uns durch den Abend, jedoch luden die Musik und die Atmosphäre nicht wirklich zum Tanzen ein. Was soll’s!
Das Zusammentreffen unkomplizierter Gleichgesinnter hat Spass gemacht. Die Rollersaison kann starten!

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(Cesa Blues SC)