06 Juni 2008
Kelso 08

"Zufälligerweise" ergab es sich, dass die Scottish National Rally in Kelso während unserer Sommerferien in Schottland stattfand. Obwohl Kelso ein zweitägiges Treffen war, entschieden wir uns erst am Samstag hinzufahren. So trafen wir uns am Freitagabend mit zwei Clubkameraden von den Edinburgh Blues, um mit ihnen im schönen Edinburgh ein Nachtessen zu geniessen. Da wir bei unseren schottischen Freunden übernachten konnten, fuhren wir am Samstag-Nachmittag im Eiltempo nach Kelso. Wir hatten mit unserem gemieteten Chevrolet Matiz echt Mühe den zwei GTS zu folgen. In Kelso angekommen fuhren wir sogleich aufs Festgelände. Unser Auto mussten wir auf einem speziellen Parkplatz abstellen und zusätzlich noch eine Parkgebühr bezahlen...gute Idee eigentlich. Unsere zwei Rollerfahrenden Kollegen begaben sich derweil schon zum riesigen Zeltplatz.

Zeltplatz
Der Platz war gross und gut besucht, so dass wir zuerst die anderen Clubmitglieder kaum fanden. Nachdem auch wir unser Zelt aufgestellt hatten, begutachteten wir erstmals das Gelände. Hier fehlte es wirklich an nichts. Gute sanitäre Einrichtungen, Ess- und Trinkstände, eine mobile Bühne auf welcher den ganzen Nachmittag Bands spielten und Händlerstände. Die Customshow war in einer der zwei Hallen, die auf dem Gelände standen. An dieser Customshow standen viele Roller, die ich bisher noch nie gesehen habe. So zum Beispiel ein Vespa-Chooper, eine fast vollständig verchromte Lambretta und viele sehr schöne Full Body Customs.

Lammy Custom
Nach dem betrachten der Scooters besammelte sich unser loses Trüppchen aus einigen Blues Mitglieder und aus anderen schottischen Clubs um den obligatorischen Pub-Crawl anzutreten. So eine Beizen-Tour ist eine schöne Sache, lernt man doch auf diese Weise viele Rollerfahrer kennen. Auch erlebt man lustige Sachen, wie das Grüppchen Scooterists, die sich als Geistliche von Weltreligionen verkleidet hatten und sich auch so verhielten...fast.

Der Kardinal bei der Arbeit
Langsam gingen uns die Pubs aus und wir spazierten zurück zum Festareal wo in der Halle auch schon die Band (Ex-Specials Neville Staples) zu spielen begonnen hatte. Leider bekam ich vom Konzert nicht so viel mit, da die Bühne recht niedrig war und ich ein Kurzbeiner bin. Was ich aber hörte war toll. Wie immer wurden die Specials-Songs von der Band um Neville solide gespielt und Neville Staples heizte die Stimmung so richtig an. Nach dem Konzert wechselten wir zwischen dem Soul-Room und dem Main-Room hin und her und liessen uns von der super Stimmung mitreissen. Die Party war aber leider schon um 1 Uhr zu Ende, was zwar schade war, aber auch kein Weltuntergang. Lieber eine kurze aber gute Party als andersrum.
Am Morgen aufgewacht, besorgte ich uns einen Tee, um wieder auf die Beine zu kommen. Dies klappte gar nicht mal so schlecht, blieb doch der zu erwartende schlimme Kater weitgehendst aus...zum Glück. So packten wir alsbald unser Zelt zusammen, verabschiedeten uns von unseren Kollegen und nahmen den Rest unserer Ferien in Angriff.
Mehr Fotos gibt es hier
(Witschi / Blues S.C.)
09 April 2008
Great Yarmouth 08

Wer hätte gedacht, dass ich jemals schon im März an ein Rollertreffen fahren würde. Ich jedenfalls nicht! Da die erste nationale englische Scooterrally traditionellerweise immer an Ostern stattfindet, fiel dieses Jahr das Treffen halt auf den März. Aus Geld- und Zeitmangel beschlossen Claudio und ich, nicht per Roller hochzufahren, sondern die Reise mit Flieger und Mietauto anzutreten. So jedenfalls die offizielle Version. Die Inoffizielle lautet, dass wir einfach nur zu faul und verweichlicht sind. Zum Glück entschieden wir uns fuer die komfortablere Reiseform, wie sich spaeter zeigen wuerde.
Am Donnerstag landeten wir nach einem abenteuerlichen Flug in Luton und fuhren gen Nordosten. Dort suchten wir uns in der Naehe von Gt.Yarmouth ein schoenes Kleinstädtchen am Meer, um uns bei Pub-Grub und Bier auf das kommende Wochenende einzustimmen.
Tags darauf kamen wir, nach kurzer Fahrt der Küste entlang, in Yarmuff an. Es war noch zu früh um im Hotel einzuchecken, also entschlossen wir uns ein wenig die Stadt auszukundschaften. Auf unserer Tour waren wir das erste mal erleichtert dass wir die Roller daheim gelassen hatten. Es herrschte eisige Kälte und ein starker Wind blies uns um die Ohren. Und als ob das nicht schon reichen würde....es regnete auch noch in Strömen! Vom üblen Wetter verscheucht, suchten wir das Hotel auf, wo wir vom Landlord mit einem Tee begrüsst wurden. Welche Wohltat...! Am späten Nachmittag konnte ich Claudio zu einem indischen Nachtessen überreden, welches super lecker war und uns für die kommende Party stärkte.
Endlich konnte das eigentliche Rollertreffen beginnen, denn bald waren wir in einem Pub, das schon voller Scooterists war. Hier trafen wir unsere alten Bekannten und lernten einige neue Leute kennen, mit denen wir ein paar Biere kippten und uns prächtig amüsierten. Da aus den Boxen des Pubs ständig die Scooter-Szene typische Musik dröhnte, waren wir bald in guter Tanz- und Partylaune. Deshalb entschlossen wir uns zum eigentlichen Do im Marina Complex zu übersiedeln. Wir waren früh vor Ort und die Party noch jung, weshalb auf der grossen Tanzfläche im Main Room erst wenige Tänzer ihr Können zeigten. Also benutzten wir die Gelegenheit uns mit Bier einzudecken solange man noch nicht gezwungen war lange an der Bar anzustehen. Leider war in der grossen Halle die Soundanlage so miserabel, dass ich mich schon bald in den kleineren Nebenraum verdrückte, wo die Tonqualität um einiges besser war. Dort stand nähmlich das riesige, authentische 60er-Jahre Soundsystem von Phil Bush.
Sounds & Pressure Soundsystem
Aus dieser Anlage ertönte die ganze Nacht R&B, Ska, Rocksteady, Reggae und Northern Soul. Und was für Tunes das waren....only Killers no Fillers! Dementsprechend gut war auch die Stimmung im Reggae Room. Ab und zu schauten wir mal in den Main Room rein, wo mittlerweile eine Punk Coverband ihr Unwesen trieb. Da die Gruppe aber höchstens mittelmässig war und die Tonqualität derart schlecht, blieb es jeweils nur bei einer Stippvisite. Als die Band ihr Set beendet hatte, stieg die Stimmung markant an und die Tanzfläche im Main Room füllte sich ziemlich schnell. Gerüchten zufolge soll auch ein Exil-Urner auf dem Dancefloor gesichtet worden sein...Zeugen werden noch gesucht! Ich jedenfalls hielt mich fast nur im Nebenraum auf wo die Zeit wie im Fluge verging und schon bald der letzte Tune dieses Freitags erklang. Nun mussten wir nur noch die etwa 130`000 km zurück zu unserem Hotel wandern. Halb erfroren aber total begeistert vom Abend sanken wir in die Betten.
Nach einem ausgiebigen English Breakfast besuchten wir die Customshow und den Teilemarkt. Die Customshow war dürftig: eine Custom PX, ein Chopper zwei Vegas mit PX-Motoren und noch ein paar recht gewöhnliche Lambrettas und Vespen.
Custom Vespa PX
Dafür war aber der Teilemarkt gross und wir erspähten einige interessante Dinge, wie zum Beispiel ein DVD mit Reparaturanleitungen für Vespa und Lambretta oder eine nicht ganz politisch korrekte Kinderpuppe. Nachdem wir uns sattgesehen hatten, entschied sich Claudio für etwas Kultur und besuchte ein Museum über Great Yarmouth. Währendessen vergnügte ich mich mit einer Shoppingtour in der City.
Gegen Abend gingen wir wieder zur Scooterrally-Routine über. Das heisst: Nachtessen, vorglühen im Pub und nachher ab zum Do. An diesem Abend spielte in der grossen Halle Angelo Starr, der jüngere Bruder der leider verstorbenen Soul-Legende Edwin Starr. Er sang, begleitet von einer Band, viele Edwin Starr Songs, aber auch ein paar andere Cover-Versionen. Angelo wäre wahrscheinlich recht gut gewesen, aber die üble Musikanlage....! Claudio verbrachte fast die ganze Nacht im Main Room, während ich mich ständig im Reggae-Room aufhielt, wo die Post noch mehr abging als am Freitag. Heavy Heavy Reggae Tunes!!!
Reggae Room
Leider war auch dieser Teil des Treffens viel zu früh zu Ende.Die Heimfahrt am Sonntag verlief für uns ereignislos. Nicht aber für die Rollerfahrer, welche mit dem Roller unterwegs waren. Eine lange Heimfahrt bei 0 Grad Celsius und Schneefall stelle ich mir nicht gerade wahnsinnig lustig vor....RESPEKT!
Für mich und hoffentlich auch für Claudio hat es sich auf jedenfall gelohnt wiedermal nach England auf ein Treffen zu gehen. Denn da stimmt eigentlich alles: Lustige und interessante Leute, super Musik, gute Partys, feines Bier, eine Rollerszene die lebt und nicht zuletzt ist es immer wieder horizonterweiternd in fremde Länder zu fahren.
Mehr Fotos gibt es hier
(Witschi Blues S.C.)
04 März 2008
Customshow Ried 22./23.2.2008
Eine Customshow ist ein willkommener Einstieg in die neue Rollersaison. Auch wenn Ried in Oberösterreich nicht gerade in nachbarschaftlicher Nähe zur Zentralschweiz liegt, lohnt sich eine mehrstündige Fahrt dorthin: nette, alte Bekannte, gutes österreichisches Essen und div. Umbauten und Raritäten, die das Auge erfreuen.
Witschi und ich fuhren am Freitagnachmittag los, um in geselliger Runde ein Feierabendbier zu geniessen. Die Reise verlief unspektakulär, und zu vorgerückter Stunde betraten wir den „Rieder Wirt“, um dort mit den Jungs der „Landsberger Tafelrunde“, Wolfi, dem Präsidenten des Lambretta Club Austria, und einigen neuen Bekannten auf ein gelungenes Wochenende anzustossen.
Die Rieder Clique veranstaltete unter der Leitung von Stoffi nach einer einjährigen Pause auf der Rieder Messe eine weitere Customshow. Die Halle war zweistöckig und grosszügig bemessen.
Im Parterre fanden die Händler genügend Raum vor, um Ersatzteile, Occ.-Fahrzeuge und allerhand Klimbim feilzuhalten. Auch wir hatten einen Tisch gemietet, um Witschis Button Collection der Neuzeit und meine Pins aus längst vergangenen Tagen anzubieten. Früher waren meine Pins und Schlüsselanhänger ein Garant dafür, dass ein Treffen ein nicht allzu grosses Loch in meine Finanzen riss. Dann interessierte sich jahrelang niemand mehr für die altmodischen Pins, und in Ried bahnte sich gar ein Revival an. Immer wieder beugten sich begeisterte Kunden über meine Biermatte, und waren entzückt darüber, in welchen Formen und Farben man das Lambretta und Piaggio Logo erwerben konnte.
Neben dem Einkassieren ergaben sich neue Bekanntschaften und altbekannte Gesichter, die man jahrelang nicht mehr gesehen hatte, gaben sich mit leichten Falten zu erkennen.

"Lucky Strike" Lambretta Streetracer
In der Halle über uns fand die eigentliche Ausstellung statt. Und es war eine äusserst gediegene Präsentation unterschiedlichster Roller. Gedämpftes Licht, Postamente, auf denen man die Fahrzeuge bewundern konnte und Bewegungsfreiheit, um um die Roller zu schlendern trugen dazu bei, dass man sich eher in einem Museum wähnte als an einer Zweiradausstellung.

Lohner mit Seitenwagen
Dieses Jahr hatte man sich zum Ziel gesetzt den in Österreich produzierten Nachkriegsrollern zu huldigen. Und was man da zu sehen bekam, war wirklich erstaunlich: unbekannte Namen, verschwenderische oder spartanische Blechverkleidungen und allerhand abstruse Technik gaben sich die Ehre. Die paar wenigen Customroller nahm man fast nicht wahr. Der Saal gehörte fest Österreichs vergangenen Rollern aus den Fünfzigerjahren.

Österreichischer Roller
Die Siegerehrung wurde von Stoffi mit allerhand Prominenz aus der Rollerwelt vorgenommen. Er lieferte den Beweis dafür, dass man auch scheussliche und klobige Pokale äussert sympathisch verteilen kann. Ein richtiger Österreicher eben!
Die einen zog es an die Bar vor der Halle, die anderen liessen sich für Fussball begeistern, und erlebten ein siegreiches Heimspiel des SV Ried, und wir machten uns zum „Platzlwirt“ auf. Der war geschlossen, und mit einigen neuen Freunden des VC Flachgau gingen wir zum Italiener! Obwohl die Pizza absolut lecker war, war das wohl meine grösste persönliche Enttäuschung.
Frisch gestärkt ging’s zurück zu einer weiteren Halle auf dem Messegelände in welcher der Niter stattfand. Wir unterhielten uns bestens und tranken uns durch den Abend, jedoch luden die Musik und die Atmosphäre nicht wirklich zum Tanzen ein. Was soll’s!
Das Zusammentreffen unkomplizierter Gleichgesinnter hat Spass gemacht. Die Rollersaison kann starten!
Mehr Fotos gibt es hier
(Cesa Blues SC)
Witschi und ich fuhren am Freitagnachmittag los, um in geselliger Runde ein Feierabendbier zu geniessen. Die Reise verlief unspektakulär, und zu vorgerückter Stunde betraten wir den „Rieder Wirt“, um dort mit den Jungs der „Landsberger Tafelrunde“, Wolfi, dem Präsidenten des Lambretta Club Austria, und einigen neuen Bekannten auf ein gelungenes Wochenende anzustossen.
Die Rieder Clique veranstaltete unter der Leitung von Stoffi nach einer einjährigen Pause auf der Rieder Messe eine weitere Customshow. Die Halle war zweistöckig und grosszügig bemessen.
Im Parterre fanden die Händler genügend Raum vor, um Ersatzteile, Occ.-Fahrzeuge und allerhand Klimbim feilzuhalten. Auch wir hatten einen Tisch gemietet, um Witschis Button Collection der Neuzeit und meine Pins aus längst vergangenen Tagen anzubieten. Früher waren meine Pins und Schlüsselanhänger ein Garant dafür, dass ein Treffen ein nicht allzu grosses Loch in meine Finanzen riss. Dann interessierte sich jahrelang niemand mehr für die altmodischen Pins, und in Ried bahnte sich gar ein Revival an. Immer wieder beugten sich begeisterte Kunden über meine Biermatte, und waren entzückt darüber, in welchen Formen und Farben man das Lambretta und Piaggio Logo erwerben konnte.
Neben dem Einkassieren ergaben sich neue Bekanntschaften und altbekannte Gesichter, die man jahrelang nicht mehr gesehen hatte, gaben sich mit leichten Falten zu erkennen.

"Lucky Strike" Lambretta Streetracer
In der Halle über uns fand die eigentliche Ausstellung statt. Und es war eine äusserst gediegene Präsentation unterschiedlichster Roller. Gedämpftes Licht, Postamente, auf denen man die Fahrzeuge bewundern konnte und Bewegungsfreiheit, um um die Roller zu schlendern trugen dazu bei, dass man sich eher in einem Museum wähnte als an einer Zweiradausstellung.

Lohner mit Seitenwagen
Dieses Jahr hatte man sich zum Ziel gesetzt den in Österreich produzierten Nachkriegsrollern zu huldigen. Und was man da zu sehen bekam, war wirklich erstaunlich: unbekannte Namen, verschwenderische oder spartanische Blechverkleidungen und allerhand abstruse Technik gaben sich die Ehre. Die paar wenigen Customroller nahm man fast nicht wahr. Der Saal gehörte fest Österreichs vergangenen Rollern aus den Fünfzigerjahren.

Österreichischer Roller
Die Siegerehrung wurde von Stoffi mit allerhand Prominenz aus der Rollerwelt vorgenommen. Er lieferte den Beweis dafür, dass man auch scheussliche und klobige Pokale äussert sympathisch verteilen kann. Ein richtiger Österreicher eben!
Die einen zog es an die Bar vor der Halle, die anderen liessen sich für Fussball begeistern, und erlebten ein siegreiches Heimspiel des SV Ried, und wir machten uns zum „Platzlwirt“ auf. Der war geschlossen, und mit einigen neuen Freunden des VC Flachgau gingen wir zum Italiener! Obwohl die Pizza absolut lecker war, war das wohl meine grösste persönliche Enttäuschung.
Frisch gestärkt ging’s zurück zu einer weiteren Halle auf dem Messegelände in welcher der Niter stattfand. Wir unterhielten uns bestens und tranken uns durch den Abend, jedoch luden die Musik und die Atmosphäre nicht wirklich zum Tanzen ein. Was soll’s!
Das Zusammentreffen unkomplizierter Gleichgesinnter hat Spass gemacht. Die Rollersaison kann starten!
Mehr Fotos gibt es hier
(Cesa Blues SC)
30 Januar 2008
02 November 2007
31 Oktober 2007
Customshow Bridlington 08
Customshow Bridlington 08 27.-29.Okt.07 Bridlington GB

Mittwoch 25.Okt.
Was, schon wieder ein Jahr vorbei? Und wie immer am letzen Oktober Wochenende ist die Customshow in Bridlington angesagt. Also bin ich jetzt daran meine Siebensachen zu packen und meine Schuhe zu putzen. Danach kommt noch ein Kollege mit ein paar Ersatzteilen vorbei, die ich an der Show einem Verchromer bringen soll.
Ach wie ich mich freue, ist diese Customshow doch seit Jahren immer fett in meinem Terminkalender angestrichen.
Donnerstag 26. Okt.
Am Morgen früh geht die Reise los. Mit Sack und Pack in den Bus nach Luzern gehüpft, mit dem Zug nach Zürich und danach mit dem Flieger in Luton gelandet. Hier mieten wir ein Auto und treffen nach sechsstündiger Fahrt in Scarborough ein. Traditionsgemäss verpflegen wir uns hier bei einem Inder und trinken danach unser erstes Pint. Zurück im B&B schlafen wir dann den Schlaf der Gerechten.
Freitag 27. Okt.
Die Fahrt der Küste entlang von Scarborough nach Bridlington erfolgt ohne Probleme, sind es doch nur ein paar Kilometer. Nach dem Einchecken im B&B überbrücken wir die Zeit bis am Nachmittag mit Einkaufen, einem Stadtrundgang und einem Nickerchen. Jetzt ist die Zeit gekommen um sich in den diversen Pubs durch die verschiedenen Alkoholika zu testen. Unser Pubcrawl endet im Southcliffe, wo wir unsere Clubkameraden vom Blues S.C. treffen.
Hier werden Neuigkeiten ausgetauscht, zur Musik getanzt und der übliche Blödsinn gequatscht. Als dann Kenny & Anne auftauchen, machen wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Leisurecentre wo der offizielle Do stattfindet. Zum Glück hat die Ticket-Vorreservierung geklappt und wir kommen ohne Probleme rein. Das Leisurecentre ist in zwei Räume aufgeteilt. Zum einen gibt's den Hauptraum, wo bereits die Band Roddy Radiation & the Skabilly Rebels spielt und im anderen Raum wird ausschließlich zu Northerm Soul getanzt. So pendeln wir die ganze Nacht zwischen den beiden Räumen hin und her um der Musik zu lauschen und mit den anderen Rollerfahrern zu plaudern. Nachdem Barbara auch noch ein zwei Tänzchen auf dem riesigen Parkettboden gewagt hat, ist der Abend auch schon wieder vorbei und wir müssen die Halle in Richtung B&B verlassen.

Samstag 28. Okt.
Ein volles Programm wartet heute auf uns. Direkt nach dem ausgiebigen englischen Morgenessen eilen wir zur Customshow um die lange Warteschlange zu vermeiden. Drinnen kann man die bis zur Perfektion umgebauten Roller begutachten. Von der geairbrushten Lambretta über die Mod-Vespa mit dutzenden Badezimmer-Armaturen bis hin zum DVD-Player im Handschuhfach gibt es hier alles zu sehen.

Leider ist die Halle schon dermassen mit Leuten überfüllt, dass man kaum mehr die vielen Händlerstände abklappern kann. Nach einer Weile haben wir genug gesehen und suchen ein nahe gelegenes Cafe auf, um uns ein wenig zu stärken. Gegen Abend unternehmen wir mit den Schotten wieder eine Pubtour, die im Leisurecentre endet. Die erste Band "This is Seb Clarke" beendet gerade ihr letztes Lied, sodass ich nicht einmal sagen kann, wie die so waren.

Aber was ich bestimmt sagen kann, ist, dass das Ex-Mitglied von den Specials, Neville Staples, das Haus rockt. Mit all den bekannten Specials-Songs vermag er und seine Band die Halle zum Kochen zu bringen. Als die Band ihre letzten Zugaben zu Ende gespielt hat, übernehmen die vfm* DJ's das Zepter und lassen die Scooterists noch bis zum Schluss weitertanzen. Auch der Soul-Raum ist die ganze Zeit gut besucht und die Atmosphäre ist auch hier super.

Was wir dieses Jahr vermissen, ist der Reggae Room. Hoffen wir, dass es den das nächste Jahr wieder gibt.
Sonntag 29. Okt.
Nun sitzen wir im Zug Richtung Luzern. Die Heimfahrt und der Flug verlief reibungslos, aber die Erlebnisse vom Wochenende haben uns ziemlich ausgelaugt und wir sind hundemüde. Zum Glück wartet daheim ein warmes Bett auf uns!
*vfm- value for money (englische Scooterrally-Party-Organisatoren)
(Witschi Blues S.C.)
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Mittwoch 25.Okt.
Was, schon wieder ein Jahr vorbei? Und wie immer am letzen Oktober Wochenende ist die Customshow in Bridlington angesagt. Also bin ich jetzt daran meine Siebensachen zu packen und meine Schuhe zu putzen. Danach kommt noch ein Kollege mit ein paar Ersatzteilen vorbei, die ich an der Show einem Verchromer bringen soll.
Ach wie ich mich freue, ist diese Customshow doch seit Jahren immer fett in meinem Terminkalender angestrichen.
Donnerstag 26. Okt.
Am Morgen früh geht die Reise los. Mit Sack und Pack in den Bus nach Luzern gehüpft, mit dem Zug nach Zürich und danach mit dem Flieger in Luton gelandet. Hier mieten wir ein Auto und treffen nach sechsstündiger Fahrt in Scarborough ein. Traditionsgemäss verpflegen wir uns hier bei einem Inder und trinken danach unser erstes Pint. Zurück im B&B schlafen wir dann den Schlaf der Gerechten.
Freitag 27. Okt.
Die Fahrt der Küste entlang von Scarborough nach Bridlington erfolgt ohne Probleme, sind es doch nur ein paar Kilometer. Nach dem Einchecken im B&B überbrücken wir die Zeit bis am Nachmittag mit Einkaufen, einem Stadtrundgang und einem Nickerchen. Jetzt ist die Zeit gekommen um sich in den diversen Pubs durch die verschiedenen Alkoholika zu testen. Unser Pubcrawl endet im Southcliffe, wo wir unsere Clubkameraden vom Blues S.C. treffen.
Hier werden Neuigkeiten ausgetauscht, zur Musik getanzt und der übliche Blödsinn gequatscht. Als dann Kenny & Anne auftauchen, machen wir uns gemeinsam auf dem Weg zum Leisurecentre wo der offizielle Do stattfindet. Zum Glück hat die Ticket-Vorreservierung geklappt und wir kommen ohne Probleme rein. Das Leisurecentre ist in zwei Räume aufgeteilt. Zum einen gibt's den Hauptraum, wo bereits die Band Roddy Radiation & the Skabilly Rebels spielt und im anderen Raum wird ausschließlich zu Northerm Soul getanzt. So pendeln wir die ganze Nacht zwischen den beiden Räumen hin und her um der Musik zu lauschen und mit den anderen Rollerfahrern zu plaudern. Nachdem Barbara auch noch ein zwei Tänzchen auf dem riesigen Parkettboden gewagt hat, ist der Abend auch schon wieder vorbei und wir müssen die Halle in Richtung B&B verlassen.

Samstag 28. Okt.
Ein volles Programm wartet heute auf uns. Direkt nach dem ausgiebigen englischen Morgenessen eilen wir zur Customshow um die lange Warteschlange zu vermeiden. Drinnen kann man die bis zur Perfektion umgebauten Roller begutachten. Von der geairbrushten Lambretta über die Mod-Vespa mit dutzenden Badezimmer-Armaturen bis hin zum DVD-Player im Handschuhfach gibt es hier alles zu sehen.

Leider ist die Halle schon dermassen mit Leuten überfüllt, dass man kaum mehr die vielen Händlerstände abklappern kann. Nach einer Weile haben wir genug gesehen und suchen ein nahe gelegenes Cafe auf, um uns ein wenig zu stärken. Gegen Abend unternehmen wir mit den Schotten wieder eine Pubtour, die im Leisurecentre endet. Die erste Band "This is Seb Clarke" beendet gerade ihr letztes Lied, sodass ich nicht einmal sagen kann, wie die so waren.

Aber was ich bestimmt sagen kann, ist, dass das Ex-Mitglied von den Specials, Neville Staples, das Haus rockt. Mit all den bekannten Specials-Songs vermag er und seine Band die Halle zum Kochen zu bringen. Als die Band ihre letzten Zugaben zu Ende gespielt hat, übernehmen die vfm* DJ's das Zepter und lassen die Scooterists noch bis zum Schluss weitertanzen. Auch der Soul-Raum ist die ganze Zeit gut besucht und die Atmosphäre ist auch hier super.

Was wir dieses Jahr vermissen, ist der Reggae Room. Hoffen wir, dass es den das nächste Jahr wieder gibt.
Sonntag 29. Okt.
Nun sitzen wir im Zug Richtung Luzern. Die Heimfahrt und der Flug verlief reibungslos, aber die Erlebnisse vom Wochenende haben uns ziemlich ausgelaugt und wir sind hundemüde. Zum Glück wartet daheim ein warmes Bett auf uns!
*vfm- value for money (englische Scooterrally-Party-Organisatoren)
(Witschi Blues S.C.)
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10 September 2007
Rally dell`Orso (20 Years Orsi delle Alpi Scooterclub)
7.-9. Sept. Marco di Rovereto (I)

In meiner Rollerfahrer-Laufbahn bin ich schon an Treffen in Deutschland, England, Österreich, Irland und natürlich in der Schweiz gewesen. Was ich aber bisher noch nicht geschafft hatte, war ein Treffen im Herkunftsland der Lambretta und der Vespa zu besuchen. Als ich erfuhr, dass Cesa die Absicht hatte dieses Jahr unbedingt an ein italienisches Treffen zu fahren, habe ich sofort zuerkennen gegeben, dass ich da auch mit will.
Unter italienischen Treffen konnte ich mir eigentlich nicht so viel vorstellen. Also erwartete ich ein relativ kleines Treffen mit vorwiegend „Schraubenzähler“ als Besucher und viel Italianita... ich war mal gespannt!
Am Freitagnachmittag war es dann soweit und ich konnte mich nach langen Verhandlungen mit meinem Chef über Sinn und Unsinn von Sonntagsarbeit doch noch in die Vorbereitungen für das Treffen stürzen. Also Zelt eingepackt und den Ortlieb-Alpine-Style-Sack mit Kleidern und Schlafutensilien gefüllt. Jetzt nur noch Töffjacke angezogen und meine Lederhosen mit Tarnhosen bedeckt (es ging ja schliesslich an ein Rollertreffen und nicht in die Blue Oyster Bar) und schon sass ich auf dem Roller und fuhr Richtung Beckenried, wo ich mich mit Cesa traf. So um 17 Uhr war auch er bereit und wir starteten unsere Reise gen Süden. Da wir mit einer X8 und einer GTS unterwegs waren, erreichten wir schon bald die italienische Grenze und fuhren Richtung Mailand. Die verkehrsreiche Autobahn um Mailand kann man in verschieden Geschmackszonen einteilen. Man fährt vom Kuhscheisse-Gebiet in die Alte Socken-Region und danach weiter in den Achselschweiss-Abschnitt. Dies hat den Vorteil dass man recht zügig vorankommt, denn das Verlangen nach guter Luft ist stärker als das Bedürfnis nach Gemütlichkeit. So kamen wir mitten in der Nacht nach ca. 5 1/2 Stunden Fahrt in Marco di Rovereto am Gardasee an.
Etliche Roller standen schon auf dem Parkplatz und wir stellten unsere beiden Fahrzeuge zu den Anderen, um danach das Zelt aufzustellen, uns einzuschreiben und die 10 Euro Eintritt zu bezahlen. Unsere einzige Hoffnung war jetzt nur noch dass wir etwas zu Essen bekommen würden. Da sahen wir auch schon den Pizzawagen, bei dem wir uns sofort mit lecker Pizza eindeckten.
Als wir so gemütlich am Essen und Biertrinken waren, trafen wir auch schon die ersten Bekannten: Die Münchner Jockey und Markus von Jockey`s Boxenstop. Es ist schon lustig, wie man gewisse Leute über Jahre hinweg an den möglichsten und unmöglichsten Orten immer wiedersieht. Das ist mitunter einer der Gründe warum ich überhaupt Scooter fahre. Immer wenn man mit Bayern zusammensitzt kann man sicher sein, das es ein trinkfreudiger Abend wird und so war es dann auch. Bei Bier, Wein und guter Musik haben wir uns den ganzen Abend trotz akuter Übermüdung prächtig unterhalten, bis um vier Uhr die Bars geschlossen wurden und wir uns ins Zelt verzogen.

Am nächsten Morgen schlug dann der Alkohol in Form von Kopfweh erbarmungslos zurück. Um unsere Schmerzen ein wenig zu lindern wollten wir etwas Essen gehen, mussten aber feststellen, dass es auf dem Treffen-Platz nichts zu Futtern gab. Da mussten wir uns halt im Dorf mit Brötchen, Käse und O-Saft eindecken. Verzehrt wurde das alles an einem gemütlichen Piknicktisch auf dem schönen Festgelände. Da nun bis am Abend nichts mehr los sein sollte, legten wir uns nochmals nieder und ich bin an meinem lauschigen Plätzchen für zwei Stunden eingemützt...Herrlich!

Langsam wurde es Abend und wir statteten dem Pizzawagen einen Besuch ab und verdrückten eine Käse-Tomaten-Scheibe. Leider kriegten wir von dem kostenlosen Wein und Käse-Buffet nichts ab, da die anderen Leute brutal schnell waren, wie überall wenn es was Gratis gibt.
Die Party kam langsam in Gang als die DJ begannen Northern-Soul, Ska, Reggae und Mod Musik zu spielen. Nach der etwas zu langen Prämierung wurde es dann erst richtig lustig.Die Musik war Super, die Leute freundlich und in Festlaune und die Tanzfläche immer zum Bersten voll.

Das ganze Treffen deckte sich also absolut nicht mit meinen Erwartungen. Von den „Schraubenzählern“ gab es fast keine, sondern viele Scooterboys und Scootergirls, einige Skins und auch ein paar Mods. Auch war das Treffen alles andere als Klein. Ich bin, um mal frische Luft zu schnappen, mitten in der Nacht raus aus dem Festzelt und da sah ich, dass über hundert Roller auf dem Parkplatz standen. Verhältnisse von denen wir in der Schweiz nur Träumen können. Auch von der Italianita habe ich nichts gespürt. Man hatte eher das Gefühl man sei auf einem britischen Treffen, was mir natürlich sehr zugesagt hat. Trotzdem uns die Party super gepasst hatte und wir in prima Partylaune waren, entschlossen wir uns vernünftigerweise nicht bis ganz am Schluss durchzufeiern, hatten wir doch eine lange Heimfahrt vor uns. Schade eigentlich.

Nach ein paar Stunden Schlaf rotzten wir das Zelt ab und sattelten unsere Maschinen. Anstatt den ganzen Weg über die Autobahn heimzufahren entschlossen wir uns kurzfristig für die Route über das Südtirol und Graubünden. Zuerst ging es ein paar Kilometer auf der Autobahn Richtung Merano. Hier überholten wir unsere Münchner Freunde und konnten uns so noch per Winke-Winke verabschieden. Nach Merano fuhren wir alles Überland durchs schöne, mit Apfelplantagen durchzogene Vinschgau/Südtirol. Nach einem Essenshalt in einem kleinen Kaffe, dessen Name ich vergessen habe, erklommen wir den Ofen und danach den saukalten Flüelapass. Irgendwann kamen wir in Landquart raus und spurten in die Autobahn ein. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung in die Innerschweiz. In Luzern angekommen verabschiedete ich mich von Cesa und fuhr noch die letzten Meter nach Hause.
Wie es sich gehört für jemanden aus der Arbeiter-Klasse musste ich gleich noch eine Stunde in die Fabrik Arbeiten gehen, was mir sichtlich Mühe bereitete nach 2x450km Vespafahrt und zwei durchzechten Nächten.
(dm)
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In meiner Rollerfahrer-Laufbahn bin ich schon an Treffen in Deutschland, England, Österreich, Irland und natürlich in der Schweiz gewesen. Was ich aber bisher noch nicht geschafft hatte, war ein Treffen im Herkunftsland der Lambretta und der Vespa zu besuchen. Als ich erfuhr, dass Cesa die Absicht hatte dieses Jahr unbedingt an ein italienisches Treffen zu fahren, habe ich sofort zuerkennen gegeben, dass ich da auch mit will.
Unter italienischen Treffen konnte ich mir eigentlich nicht so viel vorstellen. Also erwartete ich ein relativ kleines Treffen mit vorwiegend „Schraubenzähler“ als Besucher und viel Italianita... ich war mal gespannt!
Am Freitagnachmittag war es dann soweit und ich konnte mich nach langen Verhandlungen mit meinem Chef über Sinn und Unsinn von Sonntagsarbeit doch noch in die Vorbereitungen für das Treffen stürzen. Also Zelt eingepackt und den Ortlieb-Alpine-Style-Sack mit Kleidern und Schlafutensilien gefüllt. Jetzt nur noch Töffjacke angezogen und meine Lederhosen mit Tarnhosen bedeckt (es ging ja schliesslich an ein Rollertreffen und nicht in die Blue Oyster Bar) und schon sass ich auf dem Roller und fuhr Richtung Beckenried, wo ich mich mit Cesa traf. So um 17 Uhr war auch er bereit und wir starteten unsere Reise gen Süden. Da wir mit einer X8 und einer GTS unterwegs waren, erreichten wir schon bald die italienische Grenze und fuhren Richtung Mailand. Die verkehrsreiche Autobahn um Mailand kann man in verschieden Geschmackszonen einteilen. Man fährt vom Kuhscheisse-Gebiet in die Alte Socken-Region und danach weiter in den Achselschweiss-Abschnitt. Dies hat den Vorteil dass man recht zügig vorankommt, denn das Verlangen nach guter Luft ist stärker als das Bedürfnis nach Gemütlichkeit. So kamen wir mitten in der Nacht nach ca. 5 1/2 Stunden Fahrt in Marco di Rovereto am Gardasee an.
Etliche Roller standen schon auf dem Parkplatz und wir stellten unsere beiden Fahrzeuge zu den Anderen, um danach das Zelt aufzustellen, uns einzuschreiben und die 10 Euro Eintritt zu bezahlen. Unsere einzige Hoffnung war jetzt nur noch dass wir etwas zu Essen bekommen würden. Da sahen wir auch schon den Pizzawagen, bei dem wir uns sofort mit lecker Pizza eindeckten.
Als wir so gemütlich am Essen und Biertrinken waren, trafen wir auch schon die ersten Bekannten: Die Münchner Jockey und Markus von Jockey`s Boxenstop. Es ist schon lustig, wie man gewisse Leute über Jahre hinweg an den möglichsten und unmöglichsten Orten immer wiedersieht. Das ist mitunter einer der Gründe warum ich überhaupt Scooter fahre. Immer wenn man mit Bayern zusammensitzt kann man sicher sein, das es ein trinkfreudiger Abend wird und so war es dann auch. Bei Bier, Wein und guter Musik haben wir uns den ganzen Abend trotz akuter Übermüdung prächtig unterhalten, bis um vier Uhr die Bars geschlossen wurden und wir uns ins Zelt verzogen.
Am nächsten Morgen schlug dann der Alkohol in Form von Kopfweh erbarmungslos zurück. Um unsere Schmerzen ein wenig zu lindern wollten wir etwas Essen gehen, mussten aber feststellen, dass es auf dem Treffen-Platz nichts zu Futtern gab. Da mussten wir uns halt im Dorf mit Brötchen, Käse und O-Saft eindecken. Verzehrt wurde das alles an einem gemütlichen Piknicktisch auf dem schönen Festgelände. Da nun bis am Abend nichts mehr los sein sollte, legten wir uns nochmals nieder und ich bin an meinem lauschigen Plätzchen für zwei Stunden eingemützt...Herrlich!
Langsam wurde es Abend und wir statteten dem Pizzawagen einen Besuch ab und verdrückten eine Käse-Tomaten-Scheibe. Leider kriegten wir von dem kostenlosen Wein und Käse-Buffet nichts ab, da die anderen Leute brutal schnell waren, wie überall wenn es was Gratis gibt.
Die Party kam langsam in Gang als die DJ begannen Northern-Soul, Ska, Reggae und Mod Musik zu spielen. Nach der etwas zu langen Prämierung wurde es dann erst richtig lustig.Die Musik war Super, die Leute freundlich und in Festlaune und die Tanzfläche immer zum Bersten voll.
Das ganze Treffen deckte sich also absolut nicht mit meinen Erwartungen. Von den „Schraubenzählern“ gab es fast keine, sondern viele Scooterboys und Scootergirls, einige Skins und auch ein paar Mods. Auch war das Treffen alles andere als Klein. Ich bin, um mal frische Luft zu schnappen, mitten in der Nacht raus aus dem Festzelt und da sah ich, dass über hundert Roller auf dem Parkplatz standen. Verhältnisse von denen wir in der Schweiz nur Träumen können. Auch von der Italianita habe ich nichts gespürt. Man hatte eher das Gefühl man sei auf einem britischen Treffen, was mir natürlich sehr zugesagt hat. Trotzdem uns die Party super gepasst hatte und wir in prima Partylaune waren, entschlossen wir uns vernünftigerweise nicht bis ganz am Schluss durchzufeiern, hatten wir doch eine lange Heimfahrt vor uns. Schade eigentlich.
Nach ein paar Stunden Schlaf rotzten wir das Zelt ab und sattelten unsere Maschinen. Anstatt den ganzen Weg über die Autobahn heimzufahren entschlossen wir uns kurzfristig für die Route über das Südtirol und Graubünden. Zuerst ging es ein paar Kilometer auf der Autobahn Richtung Merano. Hier überholten wir unsere Münchner Freunde und konnten uns so noch per Winke-Winke verabschieden. Nach Merano fuhren wir alles Überland durchs schöne, mit Apfelplantagen durchzogene Vinschgau/Südtirol. Nach einem Essenshalt in einem kleinen Kaffe, dessen Name ich vergessen habe, erklommen wir den Ofen und danach den saukalten Flüelapass. Irgendwann kamen wir in Landquart raus und spurten in die Autobahn ein. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung in die Innerschweiz. In Luzern angekommen verabschiedete ich mich von Cesa und fuhr noch die letzten Meter nach Hause.
Wie es sich gehört für jemanden aus der Arbeiter-Klasse musste ich gleich noch eine Stunde in die Fabrik Arbeiten gehen, was mir sichtlich Mühe bereitete nach 2x450km Vespafahrt und zwei durchzechten Nächten.
(dm)
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29 August 2007
27 August 2007
Sumsis Vespaparty 07
Sumsis Vespaparty 07 Gasthaus Grünenwald Engelberg
Die Sumsis Vespafreunde sind in der Schweiz schon lange kein unbekannter Rollerclub mehr, haben sie doch schon einige Rollertreffen auf die Beine gestellt. Nach den grossen Treffen der 90er Jahre mit einigen hundert Besuchern haben sie sich der heutigen Situation in der Schweizer Rollerszene angepasst und organisieren nun viel kleinere Treffen.
Auch dieses Jahr wurde am letzten August Wochenende wieder zur Sumsis Vespaparty geladen. Am Samstagmorgen musste Barbara noch arbeiten und ich hatte mit einem ehemaligen Rollerfahrer aus Schottland abgemacht. Also begaben wir unser erst am Samstag- Nachmittag auf den Weg nach Engelberg. Auf der schönen aber kurzen Route fuhren wir von Kriens aus zuerst entlang des Vierwaldstädtersees nach Stans und weiter durchs Engelbergertal zum Gasthaus Grünenwald. Dort angelangt befürchteten wir dass das Treffen zum absoluten Reinfall werden könnte, denn auf der Campingwiese standen erst vier Zelte. Darunter jenes von Werni, Corinne und Jose, welche uns berichteten, dass am Freitag nur vier Gäste anwesend waren!!! Nachdem wir unser Zelt unter den staunenden Blicken der Luzerner blitzschnell aufgestellt hatten, begaben wir uns zum Gasthaus wo immerhin etwa zwanzig Roller herumstanden…allerdings ohne Gepäck, worauf zu schliessen war, dass nur wenige Rollerfahrer über Nacht bleiben würden.
Das Gasthaus Grünenwald wurde von den Sumsis mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückt. Überall hingen Rollerplakate herum und etliche Blumen und andere Pflanzen verschönerten das Areal. Die ausgestellten Roller waren aber auch nicht ohne. Das stand neben diversen Vespa- und Bella-Oldtimern auch eine 62` Vespa mit PX200 Motor, natürlich stilecht mit 8“-Rädern, eine wunderschöne Custom- Rally mit super Lackierung und eine Sprint mit T5-Motor und Elektrik (Standlicht, Warnblinker, Drezahlmesser usw.). Der Höhepunkt am Nachmittag war aber der Lambretta- Simulator. Eine Lambretta wurde an eine Playstation gekoppelt, womit sich ein Autorennspiel mit der Lambretta steuern liess, komplett mit Bremsen, Lenkung, Gashahn und Vibrationen. Auf diesem Simulator wurde den ganzen Abend Rennen gefahren, wobei der Sieger später mit einem Preis belohnt wurde.
Nach ein wenig Plaudern, Lambrettarennen spielen und Roller gucken machten wir uns über das leckere Essen her. Während wir unser Pouletschnitzel und die vorzüglichen Älpermagaronen verspeisten, trafen zu Glück noch ein paar wenige Rollerfahrer aus Zürich und aus Schottland auf dem Festgelände ein.
Nach der obligatorischen Preisverleihung begann DJ H.Boogaloo seine Northern Soul Singles abzuspielen und die Party kam so langsam aber sicher in Gang. Bei guter Musik, Hopfentee und anderen lustigen Getränken wurde gefeiert, getanzt und geschäkert. Die Stimmung war die ganze Zeit hervorragend und jedermann schien sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Als sich das Gasthaus Grünenwald langsam zu leeren begann, machte auch ich mich auf den Weg zum Zelt um ein paar Stunden zu schlafen.
Am Sonntag-Morgen durfte man sich an einem Zmorge-Büffet verköstigen. Nach reichlich Brot, Käse, Kaffee und Orangensaft kam der übernächtigte Körper wieder genug in Schwung um die Heimreise anzutreten. Daheim angekommen wurde das Treffen nochmals durchdiskutiert und wir kamen zum Schluss dass diese Vespaparty trotz der mehr als dürftige Teilnehmerzahl eines der besten Schweizer- Treffen der letzten paar Jahre war.
Selten fühlt man sich an einem Treffen so Willkommen!
Vielen Dank an die Sumsis und an den DJ für das mehr als gelungene Treffen.
Prämierungen (soweit ich mich erinnern kann):
Weiteste Anreise: K.Dalgleish & A.Hamilton (Edinburgh Blues S.C.)
Best Scooter: Black Devil PX230 W.Rey (Blächroller Luzern)
Treue Preis: Blächroller Luzern
Grösster Club: Blues S.C.
Lambretta Rennen: J.Lima (Blächroller Luzern)
Fotos / Pictures

By swissblues at 2007-08-21
Die Sumsis Vespafreunde sind in der Schweiz schon lange kein unbekannter Rollerclub mehr, haben sie doch schon einige Rollertreffen auf die Beine gestellt. Nach den grossen Treffen der 90er Jahre mit einigen hundert Besuchern haben sie sich der heutigen Situation in der Schweizer Rollerszene angepasst und organisieren nun viel kleinere Treffen.
Auch dieses Jahr wurde am letzten August Wochenende wieder zur Sumsis Vespaparty geladen. Am Samstagmorgen musste Barbara noch arbeiten und ich hatte mit einem ehemaligen Rollerfahrer aus Schottland abgemacht. Also begaben wir unser erst am Samstag- Nachmittag auf den Weg nach Engelberg. Auf der schönen aber kurzen Route fuhren wir von Kriens aus zuerst entlang des Vierwaldstädtersees nach Stans und weiter durchs Engelbergertal zum Gasthaus Grünenwald. Dort angelangt befürchteten wir dass das Treffen zum absoluten Reinfall werden könnte, denn auf der Campingwiese standen erst vier Zelte. Darunter jenes von Werni, Corinne und Jose, welche uns berichteten, dass am Freitag nur vier Gäste anwesend waren!!! Nachdem wir unser Zelt unter den staunenden Blicken der Luzerner blitzschnell aufgestellt hatten, begaben wir uns zum Gasthaus wo immerhin etwa zwanzig Roller herumstanden…allerdings ohne Gepäck, worauf zu schliessen war, dass nur wenige Rollerfahrer über Nacht bleiben würden.
Das Gasthaus Grünenwald wurde von den Sumsis mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückt. Überall hingen Rollerplakate herum und etliche Blumen und andere Pflanzen verschönerten das Areal. Die ausgestellten Roller waren aber auch nicht ohne. Das stand neben diversen Vespa- und Bella-Oldtimern auch eine 62` Vespa mit PX200 Motor, natürlich stilecht mit 8“-Rädern, eine wunderschöne Custom- Rally mit super Lackierung und eine Sprint mit T5-Motor und Elektrik (Standlicht, Warnblinker, Drezahlmesser usw.). Der Höhepunkt am Nachmittag war aber der Lambretta- Simulator. Eine Lambretta wurde an eine Playstation gekoppelt, womit sich ein Autorennspiel mit der Lambretta steuern liess, komplett mit Bremsen, Lenkung, Gashahn und Vibrationen. Auf diesem Simulator wurde den ganzen Abend Rennen gefahren, wobei der Sieger später mit einem Preis belohnt wurde.
Nach ein wenig Plaudern, Lambrettarennen spielen und Roller gucken machten wir uns über das leckere Essen her. Während wir unser Pouletschnitzel und die vorzüglichen Älpermagaronen verspeisten, trafen zu Glück noch ein paar wenige Rollerfahrer aus Zürich und aus Schottland auf dem Festgelände ein.
Nach der obligatorischen Preisverleihung begann DJ H.Boogaloo seine Northern Soul Singles abzuspielen und die Party kam so langsam aber sicher in Gang. Bei guter Musik, Hopfentee und anderen lustigen Getränken wurde gefeiert, getanzt und geschäkert. Die Stimmung war die ganze Zeit hervorragend und jedermann schien sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren. Als sich das Gasthaus Grünenwald langsam zu leeren begann, machte auch ich mich auf den Weg zum Zelt um ein paar Stunden zu schlafen.
Am Sonntag-Morgen durfte man sich an einem Zmorge-Büffet verköstigen. Nach reichlich Brot, Käse, Kaffee und Orangensaft kam der übernächtigte Körper wieder genug in Schwung um die Heimreise anzutreten. Daheim angekommen wurde das Treffen nochmals durchdiskutiert und wir kamen zum Schluss dass diese Vespaparty trotz der mehr als dürftige Teilnehmerzahl eines der besten Schweizer- Treffen der letzten paar Jahre war.
Selten fühlt man sich an einem Treffen so Willkommen!
Vielen Dank an die Sumsis und an den DJ für das mehr als gelungene Treffen.
Prämierungen (soweit ich mich erinnern kann):
Weiteste Anreise: K.Dalgleish & A.Hamilton (Edinburgh Blues S.C.)
Best Scooter: Black Devil PX230 W.Rey (Blächroller Luzern)
Treue Preis: Blächroller Luzern
Grösster Club: Blues S.C.
Lambretta Rennen: J.Lima (Blächroller Luzern)
Fotos / Pictures

By swissblues at 2007-08-21
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